Gegen halb ein Uhr nachmittags erreichten wir Musoma und fuhren dort auf den Parkplatz beim Tembo Beach Hotel. Hier wartete bereits das Boot mit David als Schiffsführer; es sollte uns nach Lukuba Island bringen.

Die felsige Hauptinsel Lukuba liegt mit mehreren kleinen Nebeninseln in der Bucht von Musoma im Südosten des Victoria Sees und ist nur von Musoma aus erreichbar. Auf der Insel befindet sich die wundervoll angelegte, rustikale Lukuba Island Lodge mit gerade einmal fünf Gästebungalows. Die Lodge wird ganz in Übereinstimmung mit der lokalen Bevölkerung und im Einklang mit der Natur geführt. Dabei wirkt Lukuba Island landschaftlich aufgrund der Gesteinsformationen und der Granitfelsen wie ein versunkener Teil der Serengeti.

Die Bootsfahrt zur Lukuba Island Lodge dauerte genau eine Stunde und war erfrischend und sehr angenehm. Es war etwas wellig und ein frischer Wind wehte. Bei der Lodge wurden wir von Emilie, der Managerin begrüsst und gleich mit den hier geltenden Regeln vertraut gemacht, unter anderem damit, dass hier Kreditkarten nicht akzeptiert werden.

Wir zogen uns dann für eine kurze Erholungspause in den uns zugeteilten Bungalow Nr. 5 am Ende der Anlage zurück. Wir packten die unsere Sachen aus bevor wir uns auf die Veranda setzten. Kurz vor sechs Uhr stiegen wir für den Sundowner zur Spitze der Insel hoch und genossen die prächtige Rundsicht auf die aus riesigen Felsen und Steinen bizarr geformte Insel. Nach einem kühlen Kilimandscharo-Bier, dem Bewundern und Fotografieren des farbenprächtigen Sonnenuntergangs stiegen wir wieder zur Lodge ab und bereiteten uns für das Nachtessen vor.

Anderntags erkundeten wir nach dem Frühstück die kleine Insel. Erst ging es so lang wie möglich am Ufer entlang nordwärts. Schon bald war da aber wegen der grossen Felsblöcke kein Durchkommen mehr und wir mussten uns landeinwärts halten. Auf einem schmalen Trampelpfad wanderten wir nun der Länge nach über eine Wiese zum südlichen Ende der Insel und blickten zum Fischerdorf an der gegenüberliegenden Seite hinüber. Nach kurzer Pause wanderten wir bis zur Mitte zurück und stiegen ostwärts durch den Wald zur Lodge ab. Die ganze Tour dauerte gerade einmal 80 Minuten und wir legten dabei drei Kilometer zurück.

Der Nachmittag stand bis vier Uhr zur freien Verfügung. Ich verbrachte die Zeit mit Fotografieren von Vögeln. Um diese Uhrzeit ein mühseliges Unterfangen. Später ging es mit dem Boot zu einer Rundfahrt um die Insel los. Wir beobachteten unzählige Kormorane, Reiher und andere Tiere, so einige im Wasser schwimmende Otter und Nilgänse. Im Übrigen bestaunten wir die sonderbar geformten Steine, die aus dem Wasser ragten und liessen unsere Gedanken schweifen. Nach rund fünfzig Minuten war die Insel umrundet und schlossen den Nachmittag mit Kaffee und Tee ab.

 

Google Maps: Lukuba Island

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