Meine fotografische Karriere als Amateur begann 1965 als ich mir eine neue, «supermoderne» Kleinbildkamera mit eingebautem Belichtungmesser kaufte und damit bis 1975 fotografierte. Den Namen der Kamera weiss ich leider nicht mehr, optisch sah sie wie eine Agfa Optima Ia aus, möglicherweise war sie es auch. Jedenfalls mit einem Sucherfenster und eingespiegeltem Rahmen links und einem Wabenfenster für die Belichtungsmessung rechts. Und Symbolen statt Meterangaben auf der Distanzskala.

Gekauft habe ich das gute Stück im Fotofachgeschäft Aldo Zeni, Bahnhofstrasse 19 in Brunnen, der damals Filme und Kameramodelle von Agfa vertrieb. Der Kaufpreis war meiner Erinnerung nach um CHF 200.-.

Agfa Optima 1A –1965

Konica Autoreflex T3 –1974

Contax MD137 – 1982

Yashica Mat-124G

Yashica T3

Nikon Coolpix 950 – 1999

Contax ST – 2002

Canon EOS 10D – 2003

Canon EOS 5D

2005

Panasonic LUMIX FX100

Canon EOS 7D – 2010

Olympus Pen E-PL2 – 2011

Fuji X-E1 – 2013

Zeiss Ikon ZM – 2015

Contax S2 – 2015

Fuji X-Pro2 – 2016

Leica M6

Zeiss Ikon Contax IIIa

2017

1975 reichte es dann für die erste Spiegelreflexkamera, eine Konica Autoreflex T3 in schwarzer Ausführung (damals noch mit gesalzenem Aufpreis) und mit dem Objektiv Hexanon AR 50 mm f1.7. Diese Kombi erweiterte ich um ein Vivitar Zoom 80 – 200 mm / F4 Macro und um ein Spiegeltele Tamron SP 500 mm f8 mit Adaptall-Adapter. Mit dieser Kombination fotografierte ich bis 1981.

Mit Rechnungsdatum vom 11. Juni 1981 erfolgte ein Systemwechsel auf die Contax MD137 mit dem Carl Zeiss Planar 50/1.4 das ich heute noch besitze, sowie weitere Zeiss-Objektive. Die bisherige Ausrüstung von Konica wurde vom Verkäufer an Zahlung genommen. 2002 folgte ein gebrauchter Contax ST Body sowie ein gebrauchtes Carl Zeiss Vario-Sonnar T* 3.5-4.5 / 28-70 nach.

Dazu kaufte ich Anfangs der 1980-er Jahre auf einem Flohmarkt eine gebrauchte Yashica Mat G124 als Einstieg in das 6×6 Mittelformat. Ende der 80er-Jahre folgte die Kompaktkamera Yashica T3 mit einem Carl Zeiss Tessar 2.8/35 mm nach.

«Wenn man in kurzer Zeit Unmengen an Geld für Dinge ausgeben möchte,

die man glaubt haben zu müssen, ohne sagen zu können warum und wozu,

dann ist Fotografieren genau das richtige Hobby»

(Fotografenweisheit)

Weihnachten 1999 wurde die erste Digitalkamera, eine Nikon Coolpix 950 angeschafft. Sie verfügte über einen 1/2″ CCD-Sensor 6,4 x 4,8 mm und für die damalige Zeit «sagenhaften» 2,1 Megapixel.

2003 erfolgte der Umstieg auf das Digitalzeitalter mit einer Canon EOS D10, gefolgt von der Canon EOS 5D 2005 und ergänzt mit Canon EOS 7D 2010; sowie einer Reihe von Canon Objektiven. Weiter kam 2007 eine Panasonic Lumix DMC-FX100 sowie 2011 eine Olympus Pen E-PL2 hinzu. Beide Kameras waren bezüglich Bildqualität nicht zufriedenstellend und verliessen meinen Bestand kurz darauf wieder.

2012 schliesslich erfolgte aus Gewichts- und fotografischen Gründen der bisher letzte Systemwechsel: Zu den spiegellosen APS-C Kameras von Fujifilm. Die Fuji X-E1 mit den Fujinon-Objektiven von 35mm und 14 mm war für mich die Wahl. Genau zu dem Zeitpunkt, als «entschleunigtes» Fotografieren mit bewusstem Gestalten und manuellem Fokussieren wieder aufkam. Mit dem Retro-Design und bedingt durch ein kurzes Auflagenmass erwies sich die Fuji X-E1 als idealer Objektivträger um «Altglas» bis weit ins vergangen Jahrtausend zu adaptieren und weiter zu verwenden. In meinem Fall kamen meine hervorragenden Carl Zeiss Objektive mit Contax C/Y-Anschluss zu neuen Ehren. Ergänzt um Objektive mit M-Anschluss aus dem Hause Leica.

Meine Carl Zeiss Contax Objektive mit Metabones Speedbooster Ultra und Fuji X-Mount
Meine Carl Zeiss Contax Objektive mit Metabones Speedbooster Ultra und Fuji X-Mount

Anfangs 2015 führte der Befall mit dem Analog-Virus zum Kauf einer gebrauchten Zeiss-Ikon Messsucher-Kamera. Bei einem japanischen eBay-Händler erwarb ich ein funktional und optisch einwandfreies Exemplar. Meine Leica-Objektive machen daran eine sehr gute Figur. Im Juli 2015 schlug das GAS (Gear Aquisition Syndrome) erneut zu. Als vorläufig krönender Abschluss sollte ein neuer Objektivträger für meine rege genutzten Carl Zeiss Contax Objektive her. Robust und zukunftsträchtig, ohne viel Schnickschnack, sollte er sein und dabei noch gut aussehen. Eine sehr gut gepflegte, analoge  Contax S2 von 1992 ohne jeden Kratzer ist es dann geworden. Gekauft bei einem eBay Shop in Japan und fünf Tage später von der Post bei mir zuhause angeliefert. Das ganze dank tiefem Kurs USD zu CHF zu einem sehr fairen Preis.

Im Frühling 2016 kam als Ergänzung zur X-E1 kam die neue Fuji X-Pro2 mit grösserem Sensor, verbessertem AF, optischem Hybridsucher und weiteren Neuerungen hinzu. Gleichzeitig war nach jahrelangem Warten das Telezoom XF100 – 400mm endlich verfügbar. Die Canon 7D mit dem EF 400mm wurde endlich ausser Dienst gestellt; der grösste Teil des Canon Equipment zur Gegenfinanzierung verkauft. Mit der heutigen System-Lösung bin ich sehr zufrieden. Zuverlässige Hardware und regelmässig neue Funktionen via Software-Updates finde ich Klasse.

Meine Kamerasammlung erhielt weiteren Zulauf mit einer 30-jährigen Leica M6, hergestellt 1987 in Wetzlar. 1917 kam endlich die lang gesuchte Zeiss Ikon Contax IIIa hinzu, produziert 1961 und somit stolze 56 Jahre alt.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare